Ludwig Hilberseimer

1929–1932 Lehrender am Bauhaus

Bauhaus-Archiv Berlin / © unbekannt
Porträt Ludwig Hilberseimer / Foto: DEPHOT, 1930–1935.

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Ludwig Hilberseimer wurde 1885 in Karlsruhe geboren. Von 1906 bis 1911 studierte er Architektur in Karlsruhe, unter anderem bei Friedrich Ostendorf. Anschließend zog er nach Berlin und arbeitete als Architekt. Seit 1919 schrieb er Kunstkritiken. Er veröffentliche Kulturberichte aus Berlin in den Zeitschriften „Das Kunstblatt“ und „Sozialistische Monatshefte“. 1922 war er als Architekt und Stadtplaner tätig. Ausgeführt wurden einige Wohnhäuser und ein Geschäftshaus in Berlin sowie ein Wohnhaus für die Ausstellung „Die Wohnung“ 1927 in Stuttgart (Weißenhof-Siedlung). Gleichzeitig entstanden Publikationen zur modernen Architektur und Stadtplanung, darunter „Großstadtarchitektur“ (1927) und „Beton als Gestalter“ (1928).

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Hilberseimer lehrte am Bauhaus Dessau vom Frühjahr 1929 bis April 1933. Er begann seine Lehrtätigkeit am Bauhaus als Leiter der Baulehre und unterrichtete konstruktives Entwerfen. Später war er Lehrer des Seminars für Wohnungs- und Städtebau.

Seit 1933 wurde Hilberseimer von den Nationalsozialisten in seiner publizistischen Tätigkeit beschränkt. Er arbeitete als Architekt in Berlin. 1938 emigrierte er nach Chicago/Illinois, wo er unter Ludwig Mies van der Rohe als Professor für Stadt- und Regionalplanung am Illinois Institute of Technology tätig war. Seit 1955 war er dort Direktor des Department of City and Regional Planning. 1967 starb Hilberseimer in Chicago.

 

Stiftung Bauhaus Dessau / © unbekannt
Entwurf einer sozialistischen Stadt − Lageplan (Blatt 1): Abschlussarbeit innerhalb der Baulehre bei Ludwig Hilberseimer M. 1:10000, Autor: Reinhold Rossig (Unterricht Ludwig Hilbersheimer), 10.6.1931.
  1. Literatur:
  2. Paul, Wolfgang (1977): Zu den städtebaulichen Leistungen der Bauhausarchitekten Ludwig Hilberseimer, Walter Gropius, Ludwig Mies van der Rohe, Mart Stam, Hannes Meyer, Dissertation, Weimar.
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