Etel Fodor-Mittag

1928–1930 Studierende am Bauhaus /
1932 Hospitantin am Bauhaus

Bauhaus-Archiv Berlin / unbekannt
Porträt Etel Fodor-Mittag (Detail) / Foto: Naftalie Avnon (Rubinstein), 1929.

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Etel Fodor-Mittag besuchte vor ihrem Studium am Bauhaus die private Kunstgewerbeschule Almos Jaschik und ließ sich an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien zur Gebrauchsgrafikerin ausbilden. Im September 1928 gelangte sie schließlich auf Anraten des Bauhäuslers Farkas Molnár ans Dessauer Bauhaus. Hier wechselte sie nach Absolvierung des Vorkurses von Josef Albers in die Druck- und Reklamewerkstatt, der ab 1929 die neu gegründete Fotoklasse unter der Leitung des Berliner Fotografen Walter Peterhans angegliedert wurde. Bei Peterhans erlernte Etel Fodor-Mittag grundlegende fotografische Techniken.

Bauhaus-Archiv Berlin / Bauhaus-Archiv Berlin
Fotostudie mit Revolver und Zuckerstücken / Foto: Etel Fodor-Mittag, 1928.

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Am Bauhaus entstanden erste Fotografien – Portraits von Kommilitonen und Freunden – und Stillleben, in denen sich deutliche Parallelen zu Peterhans’ Werk abzeichnen. 1930 heiratete Fodor den Bauhaus-Kommilitonen Ernst Mittag. Nachdem sie persönliche Differenzen mit ihrem Lehrer Peterhans hatte, verließ sie im April 1930 das Bauhaus und kehrte vorerst zurück in die Heimat. Zum Abschluss der Studien ihres Mannes kehrten die Mittags ans Bauhaus zurück; Etel Fodor-Mittag blieb 1932 als Hospitantin am Bauhaus eingeschrieben, arbeitete ab diesem Zeitpunkt aber als selbständige Fotografin und Gebrauchsgrafikerin in Berlin, später in Budapest und ab 1938, nach ihrer Emigration, in Südafrika.

[AG 2015]

Bauhaus-Archiv Berlin
Werbefoto für Indanthren-Farben, IG Farben (aus dem Unterricht Peterhans) / Foto: Etel Fodor-Mittag, um 1929.
  1. Literatur:
  2. Fodor-Mittag, Etel (2014): Not an unusual Life, for the Time and the Place / Ein Leben, nicht einmal ungewöhnlich für diese Zeit und diesen Ort, Bauhäusler. Dokumente aus dem Bauhaus-Archiv Berlin. Bd. 3, Berlin.
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