Hans Fischli

1928–1929 Studierender am Bauhaus

SIK-ISEA Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft, Zürich (www.sikart.ch) / © unbekannt
Hans Fischli im Büro, Foto: Heinz Guggenbühl, um 1944.

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Hans Fischli wurde am 9. Oktober 1909 in Zürich geboren. Bevor er 1928 in das Bauhaus in Dessau eintrat, ließ er sich ab 1925 in seiner Heimatstadt zum Bauzeichner ausbilden. Am Bauhaus besuchte Fischli den Unterricht von Josef Albers, Wassily Kandinsky, Paul Klee und Oskar Schlemmer. Während des Studiums beteiligte er sich u.a. überaus erfolgreich an dem von Hannes Meyer initiierten Wettbewerb für Musterentwürfe für die Tapetenfabrik Gebr. Rasch GmbH & Co., bei dem er zwei Drittel der ausgelobten Preise gewann. Freundschaften mit Margaret Camilla Leiteritz und Max Bill wurden geschlossen.

Nachdem Hans Fischli das Bauhaus 1929 verlassen hatte, wirkte er zunächst als Bauzeichner im Büro Rudolf Steigers und Carl Hubachers in Zürich. 1933 bis 1976 führte Fischli ein eigenes Architekturbüro, zu seinen ersten Aufträgen als selbständiger Architekt gehört das im Auftrag des Vaters erbaute Atelier-Wohnhaus Schlehstud am Zürichsee, welches ihm 1933 zum Durchbruch verhalf.

Der auch auf dem Gebiet der bildenden Kunst (Malerei, Graphik, ab 1944 auch Skulptur) und Ausstellungsarchitektur tätige Fischli war von 1933 bis 1936 Mitglied der Pariser Künstlergruppe Abstraction-Création, gehörte 1937 zu den Gründungsmitgliedern der Allianz, Vereinigung moderner Schweizer Künstler und engagierte sich von 1944 bis 1949 als Mitinitiator und Erbauer für das Kinderdorf Pestalozzi in Trogen. Zuvor hatte er sich bereits mit Bauprojekten wie dem Kinderparadies der „Landi“ (1939) oder der Arbeitersiedlung Gwad (1943–1944) hervorgetan.

Von 1954 bis 1961 leitete er als Direktor das Kunstgewerbemuseum Zürich sowie die daran angeschlossene Kunstgewerbeschule. Im Jahr 1979, zehn Jahre vor seinem Tod am 1. April 1989, wurde Fischli mit dem Kunstpreis der Stadt Zürich ausgezeichnet. 

Text: Burckhard Kieselbach

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