Vorkurs László Moholy-Nagy

1923–1928

Bauhaus-Archiv Berlin / © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Gleichgewichtsstudie aus dem Vorkurs László Moholy-Nagy, Konstruktion: Marianne Brandt / Foto: Lucia Moholy, 1923.

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Der Konstruktivist László Moholy-Nagy kam 1923 als jüngster Formmeister an das Staatliche Bauhaus Weimar und unterstützte Walter Gropius in seiner Hinwendung zur neuen Einheit von Kunst und Technik. Moholy-Nagy, der durch eine Ausstellung in der Berliner Galerie „Der Sturm“ bekannt geworden war, vertrat die Idee des Künstler-Ingenieurs. Alles Esoterische und Romantische war ihm suspekt.

Als Leiter der Metallwerkstatt förderte er eine moderne Lichtgestaltung sowie die Entwicklung von Prototypen und damit den Übergang von handwerklichen Techniken zu Industrietechnologien. Als Mitorganisator und Grafikdesigner der „bauhausbücher“ ab 1924 und der Zeitschrift „bauhaus“ ab 1926 prägte Moholy-Nagy wesentlich das internationale Netzwerk und das Erscheinungsbild des Bauhauses.

Bauhaus-Archiv Berlin / © VG Bild-Kunst, Bonn 2016
Fotografie einer Gleichgewichtsstudie aus dem Vorkurs Moholy-Nagy, Autor: Johannes Zabel / Foto: Lucia Moholy. 1923/24.

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Licht, Lichtgestaltung, Fotografie/Fotogramm und Film bis hin zu kinetisch-konstruktiven Systemen und einem „Licht-Raum-Modulator“ bestimmten sein universelles Schaffen. Das traditionelle Tafelbild hielt er für nicht mehr zeitgemäß.

Moholy-Nagy übernahm im Vorkurs die Pädagogik Ittens, indem er die Schüler selbstständig Materialübungen durchführen ließ. Doch wollte er nicht die reine Individualität seiner Schüler fördern, sondern sie systematisch in einer Synthese der Sinne an die Vermittlung technischer Grundlagen wie Statik, Dynamik und Gleichgewicht heranführen. Zu Übungen mit der Fläche ließ Moholy-Nagy seine Schüler vor allem mit Collagen arbeiten.

 

Bauhaus-Archiv Berlin / © unbekannt
Tasttafel aus Fäden, Autor: Otti Berger, 1928.

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