Graphische Druckerei

1919–1925

Privatbesitz
Blick in die Druckereiwerkstatt Otto Dorfners, Bauhaus Weimar, Foto: unbekannt, um 1920.

Meister und Lehrende

Walther Klemm, 1919–1921
Lyonel Feininger, 1921–1925

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Die Graphische Druckerei nahm im Gründungsjahr 1919 ihre Arbeit auf. Die technische Ausrüstung übernahm sie von der ehemaligen Weimarer Hochschule für Bildende Künste. Der Grafiker und Lehrer dieser Schule, Walther Klemm, leitete die Druckerei als Formmeister, bis er 1921 vom Maler und Bauhaus-Meister Lyonel Feininger abgelöst wurde. Mit der Unterstützung von Walter Gropius forcierte Feininger den Druck grafischer Arbeiten von Schülern und Meistern des Bauhauses. Bedeutende Mappen entstanden, darunter die „Zwölf Holzschnitte“ von Feininger, der Radier-Zyklus „Ypsilon“ von Georg Muche, die Mappe „Kleine Welten“ von Wassily Kandinsky und die „Meistermappe des Staatlichen Bauhauses“. Zwischen 1921 und 1924 entstand das fünfteilige Mappenwerk „Neue Europäische Graphik“ mit Drucken internationaler Künstler der Avantgarde.

Die Einbände zu den Mappen wurden von der Buchbinderei hergestellt, die mit der Druckerei zusammenarbeitete. Finanziell brachte der Verkauf der Grafiken für die Druckerei des Bauhauses nicht die erhofften Resultate. Am Bauhaus Dessau wurde auf die Einrichtung einer Graphischen Druckerei verzichtet.

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