Bauhaus-Archiv Berlin / © Margot Schmidt
Gabeln / Foto: Elsa Thiemann, um 1930.

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Elsa Thiemann (-Franke) begann während ihres Studiums am Bauhaus in Dessau in der Fotoklasse des Berliner Fotografen Walter Peterhans zu fotografieren. In Dessau konzentrierte sie sich noch weitgehend auf die Aufgabenstellung des Lehrers und lichtete präzise ausgeleuchtete und ausgerichtete Stilllebenkomposition ab sowie Portraits ihres Lebensgefährten und späteren Ehemannes Hans Thiemann. Nach dem Abschluss des Studiums mit dem Bauhaus-Diplom 1931 arbeitet sie als professionelle Fotografin und Werbegrafikerin. Zu ihrem Metier gehörten die sogenannten Rätselbilder, die sie für unterschiedliche Zeitschriften herstellte. In extremen Nahaufnahmen verfremden sich Alltagsgegenstände zu undefinierbaren Kunstobjekten. Die aneinandergereihten Gabeln werfen durch eine seitlich angesetzte Lichtquelle derbe Schatten, sodass sie als doppelte Stacheldraht-Zaunreihe erscheinen. Solche und ähnliche Motive bilden den Großteil des fotografischen Repertoires von Elsa Thiemann (-Franke), zu dem sie in den 1930er-Jahren immer wieder zurückkehrte.

[AG 2015]

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