Portrait Ernst Mittag (Schlafender)

Etel Fodor-Mittag, 1930

Bauhaus-Archiv Berlin / © Thomas und Michael Mittag
Porträt Ernst Mittag (Schlafender) / Foto: Etel Fodor-Mittag, 1930.

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Speziell sind die Einzelportraits von Etel Fodor-Mittag, die ab 1929, womöglich auf Anregung ihres Lehrers Walter Peterhans, entstanden. In ihnen verfolgte die Fotografin, wie auch in den übrigen Portraitfotografien, die extremen Sichtweisen des Neuen Sehens, die zu diesem Zeitpunkt ihren Höhepunkt gefunden hatten. Massenhaft publizierten die Fotoillustrierten professionelle und amateurhafte Bilder à la Rodchenko und Moholy-Nagy.

Ihren Mann, den Architekturstudenten Ernst Mittag, lichtete die Bauhäuslerin von schräg oben ab. Der Schlafende wurde zum idealen nackten Adonis stilisiert. Erzeugt wurde dieser Effekt durch die porentiefe Nähe der Linse zum Portraitierten, das gleißende Tageslicht und den hiermit verbundenen modellierenden Schatten. In zeitlos vollkommener Harmonie entstand dieses Bildnis des Geliebten.

[AG 2015]

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