Berlin

Bauhaus in der Metropole

Foto: Christoph Petras, 2011. Bauhaus-Archiv Berlin
AEG-Turbinenhalle, Architektur: Peter Behrens, 1908–09.

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Berlin war von 1932 bis zu seiner Schließung auf Druck der Nationalsozialisten 1933 die dritte und letzte Station des Bauhauses. Auch der Bauhaus-Meister Johannes Itten gründete in Berlin 1926 seine eigene Kunstschule, an der unter anderem Georg Muche und Lucia Moholy lehrten. Der Gestalter und Architekt Marcel Breuer und der Grafiker Herbert Bayer führten nach ihrer Bauhaus-Zeit Büros in der Hauptstadt.

Foto: Werner Huthmacher, 2015. Bauhaus-Archiv Berlin
Das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung, Architektur: Walter Gropius, Alex Cvijanovic und Hans Bandel, 1976–79.

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Nach dem Zweiten Weltkrieg bauten zwei Bauhaus-Direktoren wieder in der Metropole an der Spree: Ludwig Mies van der Rohe entwarf 1967 die Neue Nationalgalerie und Walter Gropius 1960 die nach ihm benannte Gropius-Stadt sowie das zunächst für Darmstadt vorgesehene Gebäude des Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung, das ab 1968 für Berlin adaptiert wurde und hier 1979 eröffnete. Hier findet sich heute die weltweit größte Bauhaus-Sammlung. Anlässlich des Jubiläums 100 Jahre Bauhaus erhält das Bauhaus-Archiv einen Erweiterungsbau, für den sich das Land Berlin und der Bund die Hälfte der Kosten von 56 Millionen Euro teilen.

Foto: Christoph Petras, 2011. Bauhaus-Archiv Berlin.
Großer Sendesaal des Funkhaus Berlin, Architektur: Franz Ehrlich, 1952–56.

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Als eine der Wirkungsstätten des Bauhauses ist Berlin zentraler Ort des Bauhaus-Jubiläums 2019. Hier beginnt im Januar 2019 das Jubiläumsjahr mit dem Eröffnungsfestival, das eine Vielzahl von Konzerten, performativen Aufführungen, Filmvorführungen und Diskursformaten bietet. Hier wird auch im März 2019 die Gesamtschau des internationalen Ausstellungs- und Forschungsprojektes bauhaus imaginista präsentiert.

Berliner Akteure aus Kunst, Design, Architektur und Wissenschaft feiern das Bauhaus und untersuchen seine Geschichte, Bedeutung und Auswirkungen in facettenreichen Formaten. Im Anschluss an das Eröffnungsfestival zeigt das Bröhan-Museum das Bauhaus im historischen Kontext der Arts and Crafts Bewegung und der Kunstgewerbeschulen. Das Mies van der Rohe Haus stellt sein Haus im Jubiläumsjahr Künstlern zur Verfügung, die sich mit Ideen und Konzepten des Bauhauses auseinandersetzen und sie weiterentwickeln.

Foto: Christoph Petras, 2011. Bauhaus Kooperation / © VG Bild-Kunst Bonn, 2016
Haus Lemke, Architektur: Ludwig Mies van der Rohe, 1932–33.

Das Bauhaus bleibt relevant

Die BauhausWoche Berlin lädt zu einem Festival ein, das eine große Bandbreite von Formaten für die unterschiedlichen Interessen und Zielgruppen bereithält: Eine Schaufensterausstellung im Westen der Stadt bietet en passant niedrigschwellige Möglichkeiten der Begegnung und Auseinandersetzung mit dem historischen Bauhaus, seinen drei Direktoren wie seinen Werkstätten und Produkten. Fragen zur Wirksamkeit und Relevanz des Bauhauses in der Gegenwart erörtern Führungen zu modernem Städtebau, Performances und Installationen, aber auch Kulinarisches und Gymnastik.

Das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung eröffnet während der BauhausWoche Berlin seine Jubiläumsausstellung „original bauhaus“ in der Berlinischen Galerie. Diese zeigt berühmte und vergessene Bauhaus-Originale in neuen Kontexten. Und wirft – in enger Zusammenarbeit mit Berliner Schulen im Rahmen des Bauhaus Agenten Programms – ein neues Licht auf das Bauhaus als Schule und seine pädagogischen Konzepte.

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