Den Auftakt bildet ein großes Eröffnungsfestival in Berlin gleich zu Beginn des Jahres 2019. Es verschränkt wegweisende zeitgenössische Positionen darstellender Kunst, Musik und Neuer Medien mit diskursiven Formaten in internationalen, interdisziplinären Erscheinungsformen.

Das Triadische Ballett. Gruppenfoto aller Figurinen, Künstler: Oskar Schlemmer / Foto: Ernst Schneider, 1927. Bauhaus-Archiv Berlin.
Das Triadische Ballett. Gruppenfoto aller Figurinen, Künstler: Oskar Schlemmer / Foto: Ernst Schneider, 1927. Bauhaus-Archiv Berlin.

Die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum des Bauhauses beginnen im Januar 2019 mit einem Eröffnungsfestival in Berlin, das sich mit den performativen Konzepten und Fragestellungen der Bauhauskünstler zu Tanz, Theater, Musik und technischer Innovation auseinandersetzt und deren Relevanz für die gegenwärtige und zukünftige künstlerische Praxis befragt.

Die Bauhauswoche 1923 bildet hierfür die historische Referenz. Eine internationale Auswahl von Künstlern wird eingeladen, ihre Visionen für Architektur, Kunst und Gestaltung des 21. Jahrhunderts so radikal zeitgemäß wie einst das Bauhaus auszuformulieren. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen nach dem Verhältnis von Körper, Raum und Bewegung, von Mensch und Maschine.

Mit Bettina Wagner-Bergelt wurde eine international renommierte künstlerische Leiterin für das Eröffnungsfestival 2019 in Berlin berufen. Die Dramaturgin und Kuratorin war zuletzt stellvertretende Direktorin des Bayerischen Staatsballetts, wo sie ein international herausragendes modernes Repertoire aufbaute. Daneben initiierte und kuratierte sie in München zahlreiche zeitgenössische Festivals und Ausstellungen. Eine intensive Beschäftigung mit den performativen Konzepten der Bauhauskünstler, wie etwa Moholy-Nagys Mechanischer Bauhausbühne und den verschiedenen Werken Oskar Schlemmers in Fassungen Gerhard Bohners, prägt Bettina Wagner-Bergelts dramaturgische Arbeit seit Ende der 1980er Jahre. Zuletzt betreute sie die spektakuläre Neuproduktion des Triadischen Balletts nach Schlemmer/Bohner in München in Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste in Berlin.

Das einwöchige Festival findet in den Räumen der Akademie der Künste am Hanseatenweg 10 in Berlin statt, einem Ort, der in seinem vielgestaltigen Raumprogramm – Ausstellungshallen, Studio, Konferenz- und Clubräume – die gleichzeitige Präsentation unterschiedlicher Formate ermöglicht.