Das Jubiläumsjahr 2019 beginnt mit einem großen Eröffnungsfestival in Berlin. Im Mittelpunkt stehen performative Formate aus zeitgenössischer Kunst, Theater und Musik. Geplant ist ein dichtes Zusammenspiel szenografischer Architekturen, temporärer Installationen und experimentierfreudiger Aufführungen.

Das Triadische Ballett. Gruppenfoto aller Figurinen, Künstler: Oskar Schlemmer / Foto: Ernst Schneider, 1927. Bauhaus-Archiv Berlin.
Das Triadische Ballett. Gruppenfoto aller Figurinen, Künstler: Oskar Schlemmer / Foto: Ernst Schneider, 1927. Bauhaus-Archiv Berlin.

Das Bauhaus bildet hierfür die historische Referenz. Impulse liefern Bühneninszenierungen von Bauhaus-Meistern wie Oskar Schlemmer („Triadisches Ballett“), Musik von Lyonel Feininger oder László Moholy-Nagys filmische Experimente. Aber auch Produktionen, die an einer der Nachfolgeinstitutionen des Bauhauses entstanden sind, werden eine Rolle spielen: Ob Filme der Hochschule für Gestaltung Ulm (unter der Leitung von Alexander Kluge und Edgar Reitz) oder experimentelle Konzerte am Black Mountain College sowie am New Bauhaus in Chicago (von Stefan Wolpe und John Cage).

Eine internationale Auswahl von Künstlern wird eingeladen, ihre Visionen für Architektur, Kunst und Gestaltung des 21. Jahrhunderts so radikal zeitgemäß wie einst das Bauhaus auszuformulieren. Sie sind es, die den hundertsten Geburtstag einer historischen Schule in die zeitgenössischen Darstellungsformen unserer Gegenwart übersetzen.

Last but not least: auf diesem Festival darf – in guter Bauhaus-Tradition – exzessiv getanzt und gefeiert werden!