Das Ausstellungsprojekt „Migrant Bauhaus“ tourt ab 2017 durch die Welt, um die internationale Ausstrahlung und Rezeption des Bauhauses sowie seine globalen Verflechtungen mit anderen Modernen zu erforschen.

Walter Gropius und der Büroturm der Universität von Baghdad. 1967. Harvard Art Museums / Busch-Reisinger Museum, Gift of Ise Gropius.
Walter Gropius und der Büroturm der Universität von Baghdad. 1967. Harvard Art Museums / Busch-Reisinger Museum, Gift of Ise Gropius.

Welche Beziehungen bestehen zwischen dem Bauhaus und der indischen Kunstschule Kala Bhavan oder dem Kollektiv zur Erforschung der Lebensgestaltung in Tokio? Wie äußern sich die Studien zu indigenen Handwerkstechniken der Bauhäusler in ihrer ästhetischen Praxis? Welche Resonanz hatten Design-Ethiken des Bauhauses in anderen kulturellen Kontexten? Wie und warum wurden Bauhaus-Ideen erweitert und übersetzt, verwandelt oder abgelehnt? Kommunizieren Jugendkulturen – von der Post-Punk-Szene bis zur Technokultur – bis heute Elemente des experimentellen Bauhaus-Erbes?

„Migrant Bauhaus“ produziert eine Serie von Ausstellungen, Workshops, Symposien und Filmvorführungen sowie neue künstlerische Arbeiten. Die Kuratoren Marion von Osten und Grant Watson arbeiten hierfür mit der Bauhaus Kooperation Berlin Dessau Weimar, dem weltweiten Netzwerk der Goethe-Institute, dem Haus der Kulturen der Welt (Berlin) sowie lokalen Kunst- und Kulturinstitutionen in Afrika, Asien, Nord- und Südamerika sowie in Europa zusammen.

Die einzelnen Ausstellungskapitel werden von 2017 bis 2018 in Bombay, Kyoto, Hangzhou, Lagos, Moskau, São Paulo und Boston in Universitäts-, Design- und Kunstmuseen präsentiert. 2019 kommen alle Präsentationen im Haus der Kulturen der Welt in Berlin zu einer Gesamtschau zusammen. Ein Online-Journal und ein Katalog begleiten das Vorhaben.