Unter Einfluss von Wassily Kandinsky in der Werkstatt für Wandmalerei am Bauhaus schuf Leo Grewenig ein umfangreiches künstlerisches Werk. Es sind zumeist kleinteilige, feingliedrige Bildkompositionen, die durch Abtönen der Farbe eine ganz eigene Wirkung erzielten.

Leo Grewenig, Foto: unbekannt, 1923. Nachlass Grewenig, Bensheim.
Leo Grewenig, Foto: unbekannt, 1923. Nachlass Grewenig, Bensheim.

Leo Grewenig studierte zwischen 1921 und 1923 an der Kasseler Kunstakademie bei Kay Nebel. 1924 begann er sein Studium am Weimarer Bauhaus, wo er den Vorkurs von Laszlo Moholy-Nagy und Josef Albers belegte und bei Wassily Kandinsky in der Klasse für Wandmalerei ausgebildet wurde. Nebenher hörte er Vorträge von Paul Klee und machte bei ihm verschiedene Farbübungen. 1925 bestand Grewenig die Gesellenprüfung des Bauhauses. Zwischen 1929 und 1931 setzte er sein Malereistudium an der Kunstschule Berlin-Schöneberg fort.

Nach einer Lehrtätigkeit als Kunsterzieher im Saarland siedelte Leo Grewenig 1957 nach Bensheim an der Bergstraße über, wo er bis zu seinem Tod 1991 ein beeindruckendes Werk hervorbrachte. Seine Werke befinden sich heute unter anderem im Saarlandmuseum Saarbrücken, in der Kunsthalle Mannheim, in der Klassik Stiftung Weimar, im Bauhaus-Archiv Berlin / Museum für Gestaltung, im Museum Folkwang Essen, im Hessischen Landesmuseum Darmstadt und in der Sammlung der Bundesrepublik Deutschland.

Literatur:
Museum St. Ingbert (2007): Leo Grewenig. Naturvisionen, St. Ingbert.
Saarlandmuseum Saarbrücken (1975): Der Maler Leo Grewenig. Stationen seines Schaffens, Saarbrücken.
Steiner, Michael  & Peter Platzbecker (1983): Leo Grewenig. Bilder von 1916–1983, Bad Rappenau.
Stiftung Bauhaus Dessau (2011): Leo Grewenig. Bildmappe, Leipzig.