In Kooperation mit dem Werkbundarchiv – Museum der Dinge, Berlin zeigt das Stadtmuseum Halle in einer Sonderausstellung sowohl regionale als auch überregionale Gebrauchsgrafik aus der DDR.

Verpackung Fotolampe für Bildvergrößerung der Marke NARVA © Sammlung Werkbundarchiv – Museum der Dinge / Foto: Armin Herrmann
Verpackung Fotolampe für Bildvergrößerung der Marke NARVA © Sammlung Werkbundarchiv – Museum der Dinge / Foto: Armin Herrmann

Halle war neben Berlin und Leipzig ein wichtiges Zentrum der Gebrauchsgrafik. Plakate, Buch- und Zeitschriftencover, Verpackungen, Logos, Briefmarken und Spielkarten aus den Jahren 1945 bis 1990 gehören zu den Objekten, die jetzt in der Sonderausstellung „Masse und Klasse. Hallesche Gebrauchsgrafik im DDR-Kontext“ in Halle zu sehen sind. Kern der Präsentation ist eine Schau, die das Berliner Werkbundarchiv – Museum der Dinge 2016 in Berlin erarbeitet und gezeigt hat.

Cremedose Florena „Kamillencreme“, 1973, Hersteller: VEB Chemisches Werk Miltitz Florena Waldheim- Döbeln © Sammlung Werkbundarchiv – Museum der Dinge / Foto: Armin Herrmann
Cremedose Florena „Kamillencreme“, 1973, Hersteller: VEB Chemisches Werk Miltitz Florena Waldheim- Döbeln © Sammlung Werkbundarchiv – Museum der Dinge / Foto: Armin Herrmann

Halle hat diese Ausstellung, die die Gebrauchsgrafik der gesamten DDR in den Fokus rückte, übernommen und um einen regionalen Teil erweitert. Dieser glückliche Umstand ermöglicht es, das örtliche Design in einem größeren Kontext zu sehen. Für ihren puristischen und zweckmäßigen Stil wurden die Gebrauchsgrafiker aus der DDR auch im Westen hoch geschätzt. Ihre gestalterischen Grundsätze lassen sich auf den Deutschen Werkbund und das Bauhaus zurückführen.