Im Rahmen des Kurt-Weill-Festes in Dessau arrangiert das Bundesjazzorchester zusammen mit renommierten Jazzkomponisten das Konzertprogramm „Klingende Utopien – 100 Jahre Bauhaus“ rund um ausgewählte Filme von Bauhäuslern.

Das Bundesjazzorchester / Foto: Christian Debus
Das Bundesjazzorchester / Foto: Christian Debus

Das Bauhaus entstand in einer Zeit, in der der Film als Kunstgattung noch kaum in Erscheinung getreten war. Bauhäusler wie Laszló Moholy-Nagy oder Erich Consemüller waren fasziniert von den künstlerischen Möglichkeiten, die das neue Medium bot und experimentierten mit Belichtungszeiten und Ausschnitten.

Die in dieser Zeit entstandenen Filme werden nun vom Bundesjazzorchester zu neuem Leben erweckt. Zusammen mit renommierten zeitgenössischen Jazzkomponisten wie Ansgar Striepens, Gebhard Ullmann und Julia Hülsmann sowie einem Vokalensemble wurde ein Konzertprogramm für acht filmische Werke von Bauhäuslern oder Künstlern aus dem Umfeld der Hochschule neu arrangiert und komponiert.

In dem Beitrag zu „100 jahre bauhaus“ unter der musikalischen Leitung von Niels Klein bilden fünf Filme von Laszló Moholy-Nagy den Ausgangspunkt. Aber auch Filme wie „Das Geheimnis der Marquise“ (1921/22) von Lotte Reiniger oder Walter Ruttmanns „Excelsior“ (1922) gehören zu dem Programm.

„Das Geheimnis der Marquise" (1921) ist eine Silhouetten-Animation von Lotte Reininger

Das Bundesjazzorchester prägt seit 30 Jahren als Ausbildungsorchester für Ausnahmetalente des deutschen Jazznachwuchses die Jazzszene in Deutschland.

 

[CG 2018]