Kurz vor Schluss

Try Again, Fail Again, Fail Better

Seit April beherbergt die Essener Folkwang Universität der Künste das Festival „Try Again, Fail Again, Fail Better – Impuls Bauhaus“ – vielleicht haben Sie ja sogar schon Veranstaltungen im Ruhrgebiet besucht. Falls nicht, haben Sie jetzt noch bis zum 15. Dezember die Chance, das international renommierte Künstlerkollektiv Rimini Protokoll zu erleben. Helgard Haug, Stefan Kaegi und Daniel Wetzel sind bekannt für ihre herausragenden Neukonzeptionen des Raums im Theater. Auf dem Areal des UNESCO-Welterbes Zollverein stellen sie das Thema RAUM jetzt in einen zeitgeschichtlichen Kontext. Ihre theatrale Installation „win > < win“ ist eine dramatische Erzählung darüber, wie verschiedene Arten miteinander um das Überleben konkurrieren. Denn der RAUM, den wir beleben, ist bedroht. Die in Zusammenarbeit mit Meeresbiologinnen und Tierpflegerinnen entwickelte, verstörende Installation „win > < win“ fragt, welche Arten am besten auf die Bedrohung durch die globale Erwärmung vorbereitet sind und liefert eine apokalyptische Prognose: „Quallen sind die Letzten, die noch übrig sein werden, wenn alles andere zerfällt.“

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Try Again, Fail Again, Fail Better – Impuls Bauhaus, 2019
Festival-Plakate zu Try Again, Fail Again, Fail Better

KunstGenuss – Mittagspause

Weniger authentisch, mehr virtuell wird Ihr Erlebnis im Kunstmuseum Moritzburg Halle. Dort können Sie am 5. Dezember eine Mittagspause verbringen, die nicht nur Ihren Bauch satt macht, sondern auch Ihren Geist füllt: Mit einer Virtual-Reality-Präsentation des Entwurfs eines modernen Kunstmuseums für Halle, den Walter Gropius 1927 angefertigt hat.

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Bauhaus.Ball

Am 7. Dezember können Sie dann auf dem „Bauhaus.Ball“ zur Musik der Neuen BauhausKapelle den Bauhaus-Pfiff oder den Dada-Foxtrott tanzen. Der 20. Weimarer Wintergalaball der Thüringer Tanz-Akademie steht nämlich ganz in der Tradition der legendären Feste und Feiern der Avantgarde. Die Höhepunkte? Historische und moderne Schautänze, die Kurt Schwitters Ursonate, das Bauhaus-Artistik-Ballett Gaudimus, Ausschnitte aus den Bauhaus-Stücken „Willkommen und Abschied“ und „Ottos Mops hopst ...“ und eine Tanzperformance der Bauhaus-Universität Weimar frei nach dem mechanischen Ballett von Kurt Schmidt.

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TTA + TiG
Bauhaus.Ball

Linie ohne Punkt und Komma

Steht Ihnen zwischen den Jahren der Sinn nach Aktion statt Sofa, lohnt sich der Gang ins Neue Museum Weimar. Am 28. Dezember findet dort im Rahmen der Ausstellung „Linie ohne Punkt und Komma“ ein Rundgang statt. Er erkundet, welche Rolle die Linie im Werk von Künstler*innen und Gestalter*innen spielt und wie sie durch sie unser Leben schöner und einfacher machen. Im Anschluss können Sie im Werkcafé selbst aktiv werden, eine moderne Form der Linie gestalten und sich dabei kreativ austoben.

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Neues Museum Weimar, Klassik Stiftung Weimar
Neues Museum Weimar

Weight of Light

Der zeitgenössische Künstler Jan Tichy hatte mit einer Installation an der Eröffnungsfeier des Bauhaus100-Jubiläums in Berlin teilgenommen. Jetzt schließt sich für ihn der Kreis: Im Museum Bensheim stellt er noch bis zum Ende des Jahres 2019 und ein paar Tage im Januar 2020 seine Lichtinstallation „Weight of Light“ aus. Tichy, der in Israel und Chicago studierte, ist mittlerweile Professor im Department of Photography und Department of Art & Technology Studies am School of the Art Institute of Chicago. Der ungarische Künstler, Bauhauslehrer und Visionär László Moholy-Nagy ist eine seiner Inspirationsquellen. Tichy bedient sich seiner Methoden und transformiert sie in die Jetztzeit. In Bensheim präsentiert er eine Videoprojektion, eine Lichtinstallation und eine Reihe von Photogrammen.

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Jan Tichy / Courtesy Galerie Kornfeld
Fotografie zu Weight of Light

    [TF 2019]

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