Und weiter geht‘s

Neues Sehen – Neue Sachlichkeit

Schärfen Sie Ihren Blick für das Neue Jahr doch mit Hilfe der Kunst: Im westfälischen Rhede startet am 12. Januar die Ausstellung „Neues Sehen – Neue Sachlichkeit“. Im Medizin- und Apothekenmuseum können Sie sich mit den fotografischen Positionen in Westfalen vom Bauhaus bis heute auseinandersetzen. Denn wichtige Entwicklungen der Fotografie nahmen in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg ihren Anfang in Westfalen-Lippe und dem Ruhrgebiet. Fotografen wie Albert Renger-Patzsch, Otto Steinert oder Erich Angenendt erweiterten das Motivspektrum und die Kompositionsschemata, weil sie sich intensiv mit dem Bauhaus auseinandersetzten oder sich radikal von ihm abgrenzten. Es gibt also viel zu sehen.

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Dieter Blase
Zollverein Südliches Fördermaschinenhaus Schacht XII

And She was Like: BÄM!

Am 19. Januar wird das Kölner Museum Ludwig wieder seinem Ruf gerecht, gesellschaftspolitischen Diskussionen einen Raum zu geben. Zu Gast ist das Netzwerk „And She Was Like: BÄM!“, das sich für einen intersektionalen, diversen Feminismus einsetzt, der Geschlechter verbindet. „BÄM!“ vernetzt Frauen* durch Abendschulen, Stammtische und Talks. Einer dieser Talks findet im Museum Ludwig Foyer statt.

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Nathan Ishar
And She Was Like: BÄM! richtet sich an Frauen* mit unterschiedlichen Lebensentwürfen und Erfahrungen.

Bauhaus Meister Moderne

Das „Triadische Ballett“ ist einfach so schön und durchdringend einzigartig, dass man eigentlich nie genug davon hat. Eine weitere Gelegenheit fürs innere Mittanzen bekommen Sie am 21. Januar. Das Kunstmuseum Moritzburg Halle führt dann Oskar Schlemmers Klassiker der Moderne im Luchs.Kino auf. Haben Sie davor noch ein bisschen Zeit für andere Eindrücke, legen wir Ihnen die Ausstellung „Bauhaus Meister Moderne“ ans Herz, die in der Moritzburg stattfindet und den Rahmen fürs Lichtspiel bildet. Susanna Köller, die Kustodin der Sammlung Grafik, führt Sie in den Kinoabend ein.

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Kulturstiftung Sachsen-Anhalt – Kunstmuseum Moritzburg / Foto: Kulturstiftung Sachsen-Anhalt
Wassily Kandinsky: Abstieg (Ausschnitt), 1925, Aquarell und Tusche auf Papier, 48,4 x 32,2 cm

Aufbrüche – Bauhaus & Co

Knapp 340 Kilometer von Halle entfernt, startet in Essen ebenfalls am 21. Januar die Ausstellung „Aufbrüche – Bauhaus & Co“. Im Rahmen des Projekts „100 Jahre Volkshochschule Essen – Aufbrüche“ werden Arbeiten aus den Bereichen Malerei und Fotografie präsentiert, die das Thema Bauhaus komplett unterschiedlich interpretieren.

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Volkshochschule Essen

Breathology Expanded

Zeit, um Luft zu schnappen? Jeder Erwachsene atmet 12 bis 18 Mal pro Minute ein und aus. Ein paar Ihrer Atemzüge sollten Sie am 26. Januar in der Berlinischen Galerie verbrauchen, bevorzugt zwischen 11:00 und 14:00 Uhr. Dann findet nämlich der Workshop „Breathology Expanded“ statt, den der dänische Freitauch-Weltmeister Stig Severinsen anbietet. Von ihm können Sie lernen, wie Sie mittels Atmung ihren Geist und Körper stärken und damit Stress abbauen, Ihre Konzentration steigern und auch unter Druck bessere Entscheidungen treffen können. „Breathology“ ist übrigens eine Mischung aus Yoga, Physiologie und Hochleistungssport. Severinsen selbst stellte 2010 den Guinness-Weltrekord im Atemanhalten auf: In einem Haifischbecken in Dänemark hielt er über 20 Minuten die Luft an. Und was hat das alles mit Bauhaus zu tun? Für Meister Johannes Itten war das individuelle Empfinden die Basis für kreatives Gestalten – dazu gehörten auch regelmäßige Atemübungen.

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Fotostudio Bartsch
Takehiko Mizutani, Dreiteilige Skulptur aus dem Vorkurs Albers, 1927, Bauhaus-Archiv Berlin

ANDERS WOHNEN

Ihnen steht der Sinn mehr nach Architektur? Dann sollten Sie Krefeld auf Ihre Da-will-ich-hin-Liste für Anfang 2020 setzen. Bis zum 26. Januar können Sie sich in den Museen Haus Lange und Haus Esters Gedanken übers „ANDERS WOHNEN“ machen. Den Krefeldern ist es gelungen, für ihr Projekt rund 20 internationale Künstler*innen, Architekt*innen und Designer*innen zu gewinnen. Sie realisierten für die beiden von Mies van der Rohe erbauten Häuser sowie deren Gartenbereiche unterschiedliche Wohn- und Lebenskonzepte. Drei Themen stehen dabei im Vordergrund: Utopie, Mobilität und Dystopie. Die Ausstellung fordert Sie aber auch dazu auf, am Projekt teilzuhaben. Ob in einer offenen Werkstatt, in der mit Zukunftstechnologien rund um das Wohnen experimentiert wird oder ob bei Vorträgen, Performances und Diskussionsrunden. Spannend ist vor allem der Blick zurück: Augmented Reality versetzt Sie im Haus Lange in die Wohnsituation der 1930er.

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Volker Döhne
Haus Esters, Krefeld Terrassenbereich, Gartenseite, Süden

    [TF 2019]

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