Vom Anderssein in der Welt

Tag des offenen Denkmals

Beginnen wir mit einer inzwischen liebgewonnenen Tradition: Am 8. September möchten wir Ihnen den „Tag des offenen Denkmals“ an Ihr Herz der Moderne legen. Bundesweit haben Sie die Möglichkeit, Tausende Denkmale zu besichtigen, die kostenlos ihre Türen öffnen. Das diesjährige Motto: „Modern(e) Umbrüche in Kunst und Architektur“. Verantwortlich für die größte Kulturveranstaltung Deutschlands zeichnet die Deutsche Stiftung Denkmalschutz.

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Tag des offenen Denkmals
Tag des offenen Denkmals 2019

Triennale der Moderne

Langsam, ganz langsam nähert sich das Bauhaus-Jahr seinem Ende. In Weimar zelebriert man es an der Grenze von Sommer und Herbst mit dem Start der „Triennale der Moderne“, die dieses Jahr unter der Schirmherrschaft des israelischen Botschafters steht und ein paar Tage später auch in Dessau und Berlin stattfindet. In Weimar sind Sie vom 26. September bis zum 13. Oktober herzlich dazu eingeladen, an Konzerten teilzunehmen und dem neu eröffneten Bauhaus-Museum Weimar und den Welterbestätten, darunter das auf seine ursprüngliche Form und Materialität zurückgeführte Musterhaus Am Horn, einen Besuch abzustatten. Vorträge, Filmvorführungen, Tanz, Gesprächswanderungen mit Musik, Jazz, Architektur, Fotografie, Laternenspaziergänge und so vieles mehr, werden dieses lange Wochenende für Sie zu einer einzigen unvergesslichen Bauhaus-Erfahrung machen.

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Triennale der Moderne
Triennale der Moderne 2019

Opium (D, 1918)

Bleiben wir in Weimar und lesen eine Filmkritik von 1919: „Dieser ‚Monumentalfilm‘ schwelgt geradezu in ‚Sensationen en gros‘. Das größte Lob an dieser Arbeit gebührt dem Spielleiter Reinert. Von besonderer Wirkung ist die Wiedergabe der Opiumträume: im Rausche wirbeln Erlebnisse und Phantasie in unkenntlichem Durcheinander vorbei. Es gibt keine andere Darstellungsmöglichkeit, die die Wirkungen des Opiumgiftes in einer derartigen Lebenswahrheit wiederzugeben vermag. Hier versagen Bühne und Buch, nur die Technik des Kinematographen triumphiert.“ Wer damals so jubelte, war der Filmkritiker Eric Jacobsohn. Das Objekt seiner Bewunderung? „Opium“, das Stummfilmdrama des Kinomodernisten Robert Reinert. Mit „Opium“ verwob Reinert exotischen Orientalismus mit „erotischen Schauwerten“ und sorgte für einen Skandal. Neu rekonstruiert präsentiert das Weimarer Lichthaus Kino den Stummfilm mit Live-Musik am 4. September.

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Monumental-Filmwerke
Opium (D, 1918) Stummfilmfestival »Schock der Freiheit« im Rahmen des Kunstfest Weimar

Geometrisches Ballett bei Appia Stage Reloaded im Festspielhaus Hellerau

1913 schufen der Bühnenbildner Adolphe Appia und der Lichtkünstler Alexander von Salzmann den Prototyp einer neuen Theaterbühne für das 20. Jahrhundert in Hellerau: die Appia-Bühne. Sie inspirierte Künstler*innen weltweit, insbesondere auch die Bauhaus-Gründer. Am 8. September eröffnet die rekonstruierte Appia-Bühne mit einem Spielzeitfest im ganzen Haus, u. a. mit „Xiang Peng Figural Space Cabinet“ der China Academy of Arts Hangzhou in Zusammenarbeit mit Bauhaus Open Stage/Bauhaus-Museum Dessau. Bis zum 21. September 2019 gibt es zahlreiche weitere Performances, Tanz- und Musikveranstaltungen sowie Workshops und Ausstellungen.

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Andre Wirsig
Geometrisches Ballett

FamilienKunstNachmittag

Eine weitere interessante Frau können Sie am 21. September in der kunsthalle bernburg kennenlernen. Nina Hannah Kornatz ist allerdings ganz im Jetzt verwurzelt. Ihre Ausstellung „I want to give myself away“ ist nicht nur vom Titel her eine Hommage an die Bauhaus-Weberin Gunta Stölzl. Die Schau bietet auch viel Raum für persönliche Erinnerungen, Interpretationen und Assoziationen. Kornatz bietet Ihnen im Rahmen eines „FamilienKunstNachmittags“ die Möglichkeit, sich selbst auszuprobieren, künstlerisch aktiv zu werden und eigene Werke zu kreieren. Nur Mut!

Zur Ausstellung
Nina Hannah Kornatz
warten, 140x190cm, Öl auf Leinwand, 2018, Nina Hannah Kornatz

Die aufmüpfigen und klugen Bauhaus-Frauen in der Löwenstein’schen Pausa (Teil III)

Ihnen steht der Sinn nach Bohème? Dann sollten Sie sich am 18. September nach Mössingen aufmachen und im Veranstaltungsraum der Tonnenhalle Pausa einen Platz suchen. Irene Scherer, die Vorsitzende des Löwenstein-Forschungsvereins e. V., hält dort einen Vortrag über einen Frau, die ihrem eigenen Rhythmus folgte: die Malerin, Fotografin, Grafikerin und Journalistin Lily Hildebrandt, die ‒ zusammen mit ihrem Mann, dem Kunsthistoriker Hans Hildebrandt ‒ ihr Haus zum Treffpunkt der Stuttgarter Avantgarde machte. Bei ihr trafen sich Maler*innen, Architekt*innen, Designer*innen und Musiker*innen. Lily pflegte Freundschaften mit Willi Baumeister, Ida Kerkovius, Oskar Schlemmer und Friedl Dicker. Der Abend wird Ihnen einen Einblick in das Lebensgefühl der damaligen Zeit geben und eine außergewöhnliche Künstlerin vorstellen.

Zum Vortrag

    [TF 2019]

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