Ein ganz eigener Zugang

Illustration des Zeche Zollvereins in Essen

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Das Symposium befasst sich sowohl mit dem Neuen Bauen und Gestalten im Rheinland und in Westfalen als auch mit den Wurzeln, Erwartungen und Ansprüchen einer neuen demokratischen Verfassung. Damit bettet es die Ideen des Bauhauses und seine Utopien über den neuen Menschen, die neue Stadt und die neue Welt in denjenigen zeitlichen Zusammenhang ein, den das Bauhaus neu gestalten wollte. Gleichzeitig richtet es den Blick auf die Nachwirkungen und die heutige Aktualität der damaligen Entwicklungen. Damit positioniert sich NRW mit einem ganz eigenen Schwerpunkt innerhalb des Bauhaus-Jubiläums. Unter der Schirmherrschaft von Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, verknüpft es sowohl 100 jahre bauhaus als auch den 100. Jahrestag der Weimarer Republik.

Das Programm ist dementsprechend vielgestaltig: Die zwei Tage stehen unter den Überschriften „Neues im Westen“ und „Kontexte und Konsequenzen“. In unterschiedlichen Sektionen werden Themen wie „Demokratie und Architektur“, „Gesellschaft“ oder „Gestaltung“ behandelt, darunter sind Vorträge von bekannten Wissenschaftlern wie „Neues Bauen und Demokratie“ von Prof. Dr. Werner Durth (TU Darmstadt) oder „Max Burchartz. Bauhaus-Einflüsse im Ruhrgebiet“ von Prof. Dr. Gerda Breuer (em. Professorin für Designgeschichte). Erhellend dürften auch Beiträge sein, die das Bauhaus von einer anderen Perspektive als der gängigen architekturgeschichtlichen und historischen betrachten, wie etwa Dr. Sabine Grafs Betrachtung „,Gute Arbeit'“ und Geschlechtergerechtigkeit“ oder der Beitrag „Bauhaus und Seidenindustrie. Design als Innovationsstrategie“ von Christiane Lange. Als besonderer Zusatz und ganz in Sinne des interkulturellen und interdisziplinären Ansatzes des Bauhauses: Die Teilnahme am Symposium ist sowohl für Lehrer als auch für Architekten als Fort- bzw. Weiterbildung anrechenbar.

Das Symposium wird ausgerichtet vom NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft, den Landschaftsverbänden Rheinland und Westfalen-Lippe sowie der Architektenkammer NRW und dem Institut „Moderne im Rheinland“ der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

 

[AH 2018]

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