Erkunden Sie die Orte der Moderne in Deutschland!

UNESCO-Welterbetag 2018

Faguswerk, Alfeld

UNESCO-Welterbe seit 2011
Architekten: Walter Gropius Adolf Meyer, Baujahr 1911

Mit diesem frühen Beispiel der architektonischen Moderne gelang Bauhaus-Gründer Walter Gropius der berufliche Durchbruch. Wie vor 100 Jahren werden hier noch heute Schuhleisten produziert.

Das Fagus-Werk auf bauhaus100.de
© VG Bild-Kunst, Bonn 2017
UNESCO-Welterbe Fagus-Werk in Alfeld, Architektur: Walter Gropius, 1911.

Mehr über das Fagus-Werk

Siedlungen der Moderne, Berlin

UNESCO-Welterbe seit 2008
Architekten: Bruno Taut und Martin Wagner, Baujahr 1925–33

Die Weimarer Republik legte den Grundstein zum sozialen Wohnungsbau in Deutschland. Zahlreiche Architekten des Neuen Bauens errichteten in diesem Rahmen Ikonen des modernen Städtebaus:

  • Charlottenburg: Großsiedlung Siemensstadt („Ringsiedlung“), 1929–31 erbaut von Otto Bartning, Fred Forbat, Walter Gropius, Hugo Häring, Paul Rudolf Henning, Hans Scharoun, Freiflächen von Leberecht Migge
  • Köpenick: Gartenstadt Falkenberg („Tuschkastensiedlung“), 1913–15 erbaut von Bruno Taut, Freiflächen von Ludwig Lesser
  • Neukölln: Großsiedlung Britz („Hufeisensiedlung“), 1925–31 erbaut von Bruno Taut und Martin Wagner, Freiflächen von Leberecht Migge
  • Prenzlauer Berg: Wohnstadt Carl Legien, 1928–30 erbaut von Bruno Taut und Franz Hillinger
  • Reinickendorf: Weiße Stadt, 1929–31 erbaut von Bruno Ahrends, Wilhelm Büning und Otto Rudolf Salvisberg, Siedlungsgrün von Ludwig Lesser
  • Wedding: Schillerpark-Siedlung, 1924–30 erbaut von Bruno Taut und Franz Hoffmann, Teilwiederaufbau 1951 von Max Taut, Erweiterung 1954–59 von Hans Hoffmann
Foto: Christoph Petras, 2011. Bauhaus Kooperation Berlin Dessau Weimar
Siedlung Siemensstadt, Architekten: Walter Gropius, Hans Scharoun, Fréd Forbát, Hugo Häring u.a., 1929–1934.

Mehr über die Siedlungen der Berliner Moderne

Bundesschule des ADGB, Bernau

UNESCO-Welterbe seit 2017
Architekt: Hannes Mayer und Hans Wittwer, Baujahr 1929–30

Die Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) entspricht im Stil einer Industrieanlage, die kein überflüssiges Detail enthält. Sie gilt bis heute als paradigmatisches Beispiel einer funktionalen Architektur.

Die Bundesschule des ADGB in Bernau auf bauhaus100.de
Foto: Christoph Petras, 2011. Bauhaus Kooperation Berlin Dessau Weimar
ADGB-Gewerkschaftsschule in Bernau, Architektur: Hannes Meyer und Hans Wittwer, 1928.

Mehr über die Bundesschule des AGDB in Bernau

Bauhausgebäude und Meisterhäuser, Dessau

UNESCO-Welterbe seit 1996
Architekt: Walter Gropius, Baujahr 1925–26

Der Umzug nach Dessau ermöglichte es Walter Gropius, seiner Hochschule für Gestaltung eine beispielhafte Form zu verleihen. Seit 1976 wird hier wissenschaftliche Bauhaus-Forschung betrieben.

Die Meisterhäuser auf bauhaus100.de
Foto: Christoph Petras, 2011. Bauhaus Kooperation Berlin Dessau Weimar
Meisterhäuser, Architektur: Walter Gropius, 1926.

Mehr über die Meisterhäuser und das Bauhausgebäude in Dessau-Roßlau

Laubenganghäuser, Dessau-Roßlau

UNESCO-Welterbe seit 2017
Architekt: Hannes Meyer, Baujahr 1929–30.

Die fünf Wohnbauten sind als kollektive Planung der Bauabteilung des Bauhauses unter Leitung des zweiten Direktors Hannes Meyer entstanden und sind neben der Bundesschule des ADGB die einzigen architektonischen Zeugnisse dieser Zusammenarbeit.

Stiftung Bauhaus Dessau
Laubenganghäuser, Foto: Yvonne Tenschert, 2012.

Mehr über die Laubenganghäuser in Dessau-Roßlau

Zeche Zollverein, Essen

UNESCO-Welterbe seit 2001
Architekten: Fritz Schupp und Martin Kemmer, Baujahr 1930–32

Die von der Gelsenkirchener Bergwerks-AG initiierte Schachtanlage galt lange Zeit als modernste und schönste Zeche der Welt. Rasch wurde sie formprägend für weitere Zentralförderanlagen.

© Jochen Tack / Stiftung Zollverein
Zeche Zollverein, Foto: Jochen Tack, 2014.

Mehr über Zeche Zollverein in Essen

Bergwerk Rammelsberg, Goslar

UNESCO-Welterbe seit 1992
Architekten: Fritz Schupp und Martin Kremmer, Baujahr 1936–37

Die Hangaufbereitung mit dem Rammelsbergschacht entstand im Rahmen des nationalsozialistischen Rammelsbergprojekts. 1988 endete der aktive Bergbau nach über 1000 Jahren.

Foto: unbekannt, 2009. Weltkulturerbe Rammelsberg
Übertageanlage Rammelsberg, Architektur: Fritz Schupp und Martin Kremmer, 1936.

Mehr über das Bergwerk Rammelsberg

Chilehaus, Hamburg

UNESCO-Welterbe seit 2015
Architekt: Fritz Höger, Baujahr 1922–24

Diese Ikone des Backsteinexpressionismus ist eines der ersten Hamburger Hochhäuser. Ihr Name geht auf den Bauherrn Henry B. Sloman, einen bedeutenden Importeur von Chile-Salpeter, zurück.

© Esther Westerveld (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Chilehaus_-_Hamburg.jpg) lizenziert unter CC BY 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en)
Hamburg, Chilehaus (2013)

Mehr über das Chilehaus in Hamburg

Haus Le Corbusier, Stuttgart

UNESCO-Welterbe seit 2016
Architekten: Le Corbusier Pierre Jeanneret, Baujahr 1927

Die Weissenhofsiedlung versammelt auf engstem Raum die Werke namhafter Architekten, darunter Le Corbusier und Hans Scharoun. Sie entstand unter der Leitung von Mies van der Rohe.

© González / Weissenhofmuseum
Weissenhofsiedlung: Einfamilienhaus und Doppelhaus Le Corbusier, Architektur: Le Corbusier, 1927.

Mehr über das Haus Le Corbusier in Stuttgart

Völklinger Hütte, Völklingen

UNESCO-Welterbetag seit 1994
Diverse Architekten, Baujahr 1873–1976

Die Völklinger Hütte ist weltweit das einzige vollständig erhaltene Eisenwerk aus der Blütezeit der Industrialisierung. Highlights sind die große Gebläsehalle, der Hüttenpark und die Gichtbühne.

mompl, CC BY-NC-ND 2.0, https://flic.kr/p/K4UARV
UNESCO-Welterbe Völklinger Hütte, Saarland

Mehr über die Völklinger Hütte

Haus Am Horn und Hauptgebäude der Bauhaus-Universität, Weimar

UNESCO-Welterbe seit 1996
Architekt: Georg Muche, Baujahr 1923 (Haus Am Horn)
Architekt: Henry van de Velde, Baujahr 1904-1911 (Bauhaus-Universität)

Das Staatliche Bauhaus hatte seinen Sitz im heutigen Hauptgebäude der Bauhaus-Universität Weimar. Anlässlich einer ersten Werkschau 1923 errichteten seine Werkstätten das Haus Am Horn.

Haus Am Horn auf bauhaus100.de
Bauhaus Kooperation Berlin Dessau Weimar
Haus am Horn, Architektur: Georg Muche, 1923 / Foto: Christoph Petras, 2011.

Mehr über das Haus Am Horn in Weimar

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[AW 2017]

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