Bekenntnisse zum Bauhaus

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In einer Zeit, die von Aufbruchsstimmung, Experimentierlust und gleichzeitiger Unsicherheit geprägt war, entstand das Bauhaus als neue Kunst- und Architekturhochschule. In seiner 29. Ausgabe nimmt das Kunstfest Weimar das bevorstehende Bauhaus-Jubiläum zum Anlass, um die Weimarer Republik und ihren Umgang mit Kunst, Politik und Gesellschaft zu betrachten, und bedient sich dabei bei zwei Leitfiguren dieser Zeit: dem Hochstapler und dem Seiltänzer. Beide stehen symbolisch für das Leben in der Moderne zwischen Aufstiegschancen und Abstiegsängsten. 

Der Kurator Janek Müller etwa zeigt an drei unterschiedlichen Orten die Ausstellung „Wie das Bauhaus nach Weimar kam. Ein Archiv von Hitze und Kälte“. Die Figurenspielerin Suse Wächter hingegen macht den politischen Streit ums Bauhaus im Thüringer Landtag in den Zwanzigerjahren zur Grundlage ihrer Inszenierung „Hört, hört!“. Und die von Jenny Brockmann entwickelte Gesprächsreihe „Kollektiver Dialog Getrud Grunow“ stellt die erste Bauhausmeisterin in den Mittelpunkt.

Das Kunstfest Weimar findet 2018 unter der Leitung von Christian Holtzhauer statt. Die meisten der 29 Theaterproduktionen, Gastspiele, Kunstprojekte und Gesprächsreihen wurden eigens für das Kunstfest entwickelt.

[AH 2018]

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