Sachsen

Von Grassi über Hellerau bis Zwenkau

Foto: Stephan Floß
Festspielhaus Dresden-Hellerau, Architektur: Heinrich Tessenow, 1911.

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Im Leipziger Grassimuseum für Angewandte Kunst gestaltete der Maler Josef Albers die größte Glasfläche der Bauhaus-Zeit. Zukunftsweisenden kommunalen Wohnungsbau der 1930er-Jahre zeigt der Leipziger „Rundling“, eine kreisförmig angelegte Siedlung mit 300 Wohnungen. Einen Besuch wert ist ebenso die Leipziger Versöhnungskirche, ein wichtiges Baudenkmal der Klassischen Moderne.

© VG Bild Kunst, Bonn 2016
Albers-Fenster, Fensterfront, Mittelteil, GRASSI Museum, 3. Etage, Autor: Josef Albers, 1926 / Foto: Prof. Uli Kühnle, 2011.

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In der Landeshauptstadt Dresden entstand bereits 1908 mit den Deutschen Werkstätten Hellerau eine moderne Fabrik und ab 1909 in unmittelbarer Nähe die erste Gartenstadt Deutschlands, Dresden-Hellerau, die eng mit dem Deutschen Werkbund verbunden ist.

Foto: Dieter Leistner
Plastik im Haus Rabe, Zwenkau, Künstler: Oskar Schlemmer, 1930.

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Das 1911 als Bildungsanstalt für Rhythmik erbaute Festspielhaus Hellerau ist heute Sitz von Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste Dresden, das eine Vielzahl an Theater-, Tanz- und Musikaufführungen bietet. In Löbau lädt das Haus Schminke zur Besichtigung. Hans Scharoun entwarf es 1930 im Stil des Neuen Bauens für den Nudelfabrikanten Fritz Schminke, der sich ein modernes und extravagantes Wohnhaus wünschte. Im Haus Rabe in Zwenkau hat Oskar Schlemmer seine unverkennbare Handschrift bei der Innenraumgestaltung hinterlassen.

In Leipzig – Anfang des 20. Jahrhunderts die Welthauptstadt des Buches und der Typographie – widmet sich das Deutsche Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek einem Klassiker der Neuen Typographie – Jan Tschichold –, dessen Modernität bis heute weltweit stilprägend ist. Mit Tschichold wartet das Museum mit einem typographiegeschichtlichen Hotspot auf und besetzt zugleich ein herausragendes Merkmal im Bauhausreigen: die Typographie.

Mehr Informationen

Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH
Bautzener Straße 45-47
01099 Dresden

T +49 (0) 351 4917 00
E info@sachsen-tour.de

sachsen-tourismus.de

GRASSI Museum für angewandte Kunst
Architekten: Zweck & Voigt, Hubert Ritter (1925–29), Fenstergestaltung von Josef Albers
Johannisplatz 5, 04103 Leipzig
 
Versöhnungskirche in Leipzig
Architekt: Hans Heinrich Grotjahn (1930–32)
Viertelsweg/Ecke Franz-Mehring-Straße 44, 04157 Leipzig
 
Gartenstadt Hellerau
Architekten: Richard Riemerschmid, Heinrich Tessenow, Hermann Muthesius (1909 ff.)
01109 Dresden
 
Festspielhaus Hellerau
Architekt: Heinrich Tessenow (1911)
Karl-Liebknecht-Straße 5, 01109 Dresden
 
Haus Schminke
Architekt: Hans Scharoun (1930)
Kirschallee 1b, 02708 Löbau
 
Haus Rabe
Innenraumgestaltung: Oskar Schlemmer (1930)
Friedrich-Ebert-Straße 26, 04442 Zwenkau

In Sachsen entstehen an verschiedenen Orten zahlreiche Beiträge zum Jubiläumsjahr.
 
Zum Beispiel:
 
„Rekonstruktion der Zukunft“, Europäisches Zentrum der Künste, Dresden-Hellerau
 
„Heimo Zobernig – Demonstrationsraum“, Staatliche Kunstsammlungen, Dresden
 
„Der moderne Blick“, Publikation, Stiftung Haus Schminke, Löbau
 
„Marianne-Brandt-Wettbewerb“, Villa Arte e. V., Chemnitz
 
„Ein langer Weg – Jan Tschichold und das Jahrhundert der Typographie“, Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Leipzig
 
„Druckkunst 1919. Das Bauhaus und seine Vorläufer im grafischen Gewerbe“, Museum für Buch- und Druckkunst, Leipzig

MODERNES SACHSEN. GESTALTUNG IN DER EXPERIMENTELLEN TRADITION BAUHAUS

Herausgegeben von Annette Menting und Walter Prigge
Sächsische Akademie der Künste und Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Gegenstand dieses Buches zum Bauhausjubiläum 2019 sind Gestaltungen in der experimentellen Tradition des Bauhauses und die Suche nach aktuellen Formen. Die Beiträge folgen den industriellen Spuren des Bauhauses in Sachsen und den Geschichten, die in Museen und Ausstellungen über sie erzählt werden; sie diskutieren das Bauhaus als eine Tradition der Moderne unter anderen und befragen ihre Aktualität für Gegenwart und Zukunft. Zwei Orte kennzeichnen die Tradition des Bauhauses in Sachsen: Die Fabriken mit serieller Fertigung und die Ausstellungen in Museen und Galerien. Beide Orte stehen im Zentrum der spezifischen Beziehungen zwischen Bauhaus und Sachsen. Die Publikation wird 2019 in Chemnitz, Dresden, Leipzig und Berlin im Kontext von Diskussionspodien vorgestellt.

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